Moderne Naturheilverfahren

Praxis für Naturheilverfahren

Als Naturheilverfahren kann ein Spektrum unterschiedlicher medizinische Heilmethoden, die der Vorbeugung, Heilung und Linderung von Krankheiten oder gesundheitlichen Störungen dienen, verstanden werden.

Die Therapiemethoden der Naturheilkunde enthalten fast immer einen ganzheitlichen Ansatz. Darunter ist eine Medizin zu verstehen, welche den Patienten nicht nur in isolierten Organ- und Geistesfunktionen sieht, sondern im Kontext seines körperlichen, geistigen und seelischen Befindens, inklusive seiner psychosozialen Umwelt. Beschwerden werden lediglich als Hinweise unseres Körpers verstanden, dass er an irgendeiner Stelle aus dem Gleichgewicht gekommen ist. Diese erworbene Imbalance sollte mit bevorzugt in der Natur vorkommenden Mitteln oder Reizen ausgeglichen werden. Vorne an steht die Reduktion oder sogar die Eliminierung ursächlicher Stressfaktoren, die Reinigung des Körpers/Geistes durch Entgiftungs- und Ausleitungsmaßnahmen, sowie bei vorliegenden Mangel oder Risiken das Zuführen von Vitalstoffen und/oder natürlicher Arzneien.

Erwachsene
Sportler
Schwangere
Kinder & Säuglinge

Akupunktur

Die Akupunktur ist ein Behandlungskonzept der traditionellen chinesischen Medizin. Sie basiert auf der Lehre von Yin und Yang, der Fünf-Elemente-Lehre, sowie der Lehre von den Meridianen.
Sie geht von Lebensenergie dem Qi aus, welches auf klar definierten Bahnen, den sogenannten Meridianen zirkuliert und einen steuernden Einfluss auf alle Körperfunktionen hat. Wird dieser Energiefluss beeinflusst entstehen aus Sicht der TCM diverse Störungen der Homöostase und es kommt zu Erkrankungen. Mit ausgewählten nahezu schmerzlosen Nadelstichen auf den in Frage kommenden Akupunkturpunkten, soll der Energiefluss des Qi wieder harmonisiert werden.

Ohrakupunktur/Auricolotherapie

Die modere Ohrakupunktur stützt sich auf die Untersuchungen und Erkenntnissen des französischen Arztes Dr. P. Nogier. Dieser modifizierte eine schon seit zweitausend Jahren bei den Chinesen bekannte und zeitweise in Vergessenheit geratene Akupunktur der menschlichen Ohrmuschel.

Osteopathie

Wie auch die Chiropraktik gehört die Osteopathie zu den Techniken der manuellen Medizin. Sie ist ein Diagnose- und Therapiekonzept das auf Dr. Andrew T. Still zurückgeht. Still prägte 1885 in den USA auch den Begriff Osteopathy. Palpatorische Diagnostik (fühlen, tasten) funktionelle Techniken sowie die Kenntnis über Zusammenhänge zwischen Nerven-, Muskel-, Skelett-, Atem-, Herz-Kreislauf- und Verdauungssystem, sind das Osteopatische Werkzeug.

Hyperbare Ozontherapie

Sauerstoff gehört zu den essentiellen Grundlagen höheren Lebens und eine ungenügende Versorgung mit diesem lebenswichtigen chemischen Element kann in unserem Organismus lediglich einen lapidaren Muskelkater als auch einen lebensbedrohlichen Schlaganfall auslösen. Die Ozontherapie ist die therapeutische Behandlung sauerstoffmangelbedingter Störungen und Erkrankungen mittels eines direkt vor Ort frisch hergestellten Medikaments. Unsere Immunzellen werden durch die niedrigen Ozonkonzentrationen dazu stimuliert, Botenstoffe wie z.B.Zytokine, Interferon und Interleukine zu produzieren. Diese informieren wiederum andere Immunzellen und setzen so die ganze Kaskade der Immunantwort in Gang. Zusätzlich wird die Produktion körpereigener Antioxidanzien und Radikalfänger aktiviert, was wiederum die Wirksamkeit bei chronischen Entzündungen erklärt.

Ein fortgeschrittenes Alter, berufliche Stresssituationen mit übermäßig geistigen und körperlichen Anspannungen, Leistungssport sind der Ozonbehandlung besonders zugänglich, denn eine Aktivierung des Zellstoffwechsels führt zu einer Verbesserung des Allgemeinzustandes und bewirkt eine generelle Revitalisierung

Orthomolekulare Medizin

Der Begriff Orthomolekulare Medizin wurde vom amerikanischen Biochemiker und zweifachen Nobelpreisträger Linus Paulig gegründet. "Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und Behandlung von Krankheiten durch Veränderung von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind."

Aus seiner Sicht führen Krankheiten stets zu einem biochemischen Ungleichgewicht im Körper, welches durch geeignete, gesunde Ernährung unter Hinzunahme von Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden kann.

Ausgangspunkt der orthomolekularen Lehre ist die These, dass es heute kaum noch möglich ist, sich über ausgewogene Ernährung ausreichend mit Vitalstoffen zu versorgen, da die Lebensmittel aufgrund von unnatürlicher Züchtung, Transport, Lagerung und Zubereitung (Convenience Food) nur noch einen Bruchteil der ursprünglich vorhandenen Stoffe enthalten und chronische Mangelsituationen sind aus Sicht der Orthomolekularen Medizin der Wegbereiter für Krankheiten.

Diagnostik

Ganzheitlich/Klinische Laboruntersuchungen

Krankheiten zu erkennen, zu differenzieren und diagnostisch zu sichern gehört zur Basis jeglicher therapeutischer Intervention. Laboruntersuchungen gehören somit bei uns zum unverzichtbaren Bestandteil der Diagnostik und Ursachenforschung.
Untersucht werden über 50 Einzel-Parameter zu den Bereichen:

  • Blutbild (rotes BB inkl. Erythrozytenindizies), weißes Differenzialblutbild, Thrombozyten,
  • Elektrolyte (Mineralien, Spurenelemente), Vitamine,
  • Enzymstatus innerer Organe (Herz, Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse), Nierenparameter,
  • Kohlehydrat-, Eiweiß-, und Fettstoffwechsel,
  • Immunsystem, Schilddrüsenhormone, Rheumafaktoren und Entzündungsparameter.

Die einzelnen Parameter werden mit Ihnen nach klinischen, naturheilkundlichen und seelischen Aspekten beurteilt. Sie sind wichtigstes Indiz für Ihre aktuelle Lebenssituation.

Spurenelemente- und Schwermetallanalyse

Quantitativer Nachweis von 43 verschiedenen Spurenelementen und Schwermetallen aus dem Urin. Belastungen und Dysbalancen sollten mit einer passenden Ausleitungstherapie korrigiert werden. Der Verlauf wird mit Vorher/Nachher-Bestimmungen dokumentiert.

Uroskopie/Harnanalyse

Quantitative-, Qualitative und halbquantitative sowie morphologische Harnuntersuchungen aus dem Sediment.
Mit Hilfe des Urinstatus können Frühsymptome dreier großer Krankheitsgruppen erkannt werden:

  • Erkrankungen der Niere (Nierensteine, Nierentumoren, Entzündungen, ...)
  • Kohlenhydratstoffwechselstörungen (Diabetes mellitus)
  • Leber- und hämolytische Erkrankungen.

Kolloid-Blut-Test

In Folge früherer Erkrankungen/gesundheitlicher Belastungen können im Blut eines jeden Menschen zelluläre Antikörper verbleiben. Zehn unterschiedliche Spenglersan-Kolloide wirken als Antigen und lösen im positiven Fall eine makroskopisch sichtbare Antigen-Antikörper-Reaktion aus. Diese können Rückschlüsse auf Funktionsstörungen oder Belastungen innerer Organe geben, sowie Hinweise auf Stoffwechselstörungen und chronische Entzündungen (Herdgeschehen), welche letztendlich unser Immunsystem schwächen und häufig die Ursache einer Erkrankung sind.

Bioelektrische-Impendanz-Analyse (BIA)

Die BIA ist eine elektrische Widerstandsmessung am menschlichen Körper. Mittels Hautelektroden wird ein elektrisches Wechselstromfeld erzeugt, welches bedingt durch die unterschiedlichen Widerstände der verschiedenen Körpergewebe und das leitfähigere elektrolythaltige Körperwasser, eine Unterteilung in Stoffwechselreduzierende Fettmasse und Stoffwechselaktive Magermasse zulässt.
Anhand der Messdaten lassen sich folgende Parameter berechnen:

  • Fettanteil %, Fettmasse kg
  • Körperwasser
  • Fettfreie Masse

Stuhl-Labor

Allgemeine Funktionsübersicht Magen-/Darmtrakt, Leber/Galle und Bauchspeicheldrüse:

  • Untersuchung auf Ausnutzung (Qualitativer Nachweis von unverdauten Nahrungsbestandteilen – Fett/Stärke/Muskelfasern
  • pH-Wert
  • Exokrine Leberfunktion (Nachweis von fäkalen Gallensäuren)
  • Exokrine Bauchspeicheldrüsenfunktion (Aktivitätsbestimmung der Elastase, der Amylase und Chymotrypsin), Darmflorabestimmung (Bakterienbesiedlung, physiologische/pathologische) Abwehrfunktion der Schleimhäute (sekretorisches IgA im Stuhl), Helikobacterbesiedlung des Magens, Sprue/Zöliakienachweis.

Die Sprue (bei Kindern Zöliakie) ist eine Erkrankung der Dünndarmschleimhaut, hervorgerufen durch eine Überempfindlichkeit gegenüber Getreidebestandteilen (Klebereiweiß) aus einheimischen Getreidesorten wie z.B. Weizen, Roggen, Hafer und Gerste.  Dieses Klebereiweiß (Gluten) bewirkt bei Sprue-Erkrankten eine fortschreitende Abnahme (Atrophie) der Dünndarmzotten und der in ihnen vorhandenen Verdauungsenzyme. Die Folge ist eine mangelhafte Aufspaltung der Nahrung und eine unzureichende Aufnahme der Nährstoffe (Proteine, Kohlenhydrate, Fett, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente) aus dem Darm ins Blut. Typische Symptome der unverdauten Nahrung sind starke, unangenehm riechende Durchfälle mit hoher Fettausscheidung, ein aufgeblähter Bauch und Gewichtsverlust. Chronische Müdigkeit/Antriebslosigkeit bedingt durch eine Eisenmangelanämie (Blutarmut), Blutungsneigung durch mangelnde Aufnahme des Vitamin K sowie Entzündungen der Mundschleimhaut (Aphten) gehören häufig zu den Symptomen.